Wanderung zum Ebnerjoch
Posted on: 29. April 2015, by : admin

Die Wadln schon fit für die neue Wandersaison?

Großes für die erste Wandertour der Saison habe ich mir vergangenes Wochenende vorgenommen: eine Tour zum Ebnerjoch im Rofangebirge sollte es werden.

Eigentlich hatte ich mir für meine Tage am Wochenende nur vorgenommen, zu relaxen, die freie Zeit zu genießen und dem süßen Nichtstun zu frönen – das traumhafte Frühlingswetter machte mir allerdings einen Strich durch die Rechnung! Ein Anruf meiner sportbegeisterten Freundin mit dem Vorschlag, einen Gipfel zu erklimmen genügte und schon war ich mitten drin in der ersten Bergtour der noch jungen Wandersaison 2015! Doch wo sollte es hingehen? Schneefälle noch zu Anfang des Monats haben dafür gesorgt, dass auf sehr vielen höher gelegenen Bergen noch knietief Schnee liegt. Nach ein paar prüfenden Blicken auf die umliegende Bergwelt war das Ziel auserkoren: das Ebnerjoch machte auf uns einen weitestgehend schneefreien Eindruck.

Wandern

Startpunkt für diese etwas mehr als 1000 Höhenmeter beinhaltende Tour ist der Parkplatz in Eben am Achensee. Direkt neben der Pfarrkirche stehen ausreichend Möglichkeiten zur Verfügung, um das Auto zu parken – aufgrund des einmaligen Wetters mussten wir allerdings feststellen, dass wir nicht die einzigen Wanderbegeisterten sein sollten, die sich diese Route ausgesucht haben. Das Fahrzeug nach einiger Zeit abgestellt, konnte es dann losgehen. Morgens um halb 10 in Tirol: Voll motiviert und mit Wanderstöcken, Trinkflasche und einer kleinen Jause für das Gipfelkreuz starteten wir also unsere Tour.
Ein kleines Stück dem bekannten Notburgakreuzweg folgend, bogen wir nach wenigen Minuten in den zur Astenau Alm führenden Waldsteig ein. Über Stock und Stein, mal etwas steiler, mal etwas flacher führt ein Aufstieg von ca. einer Dreiviertelstunde hoch zur Alm. Etwas langsamer zu gehen, einige Pausen einzulegen und die einmalige Natur und den Ausblick auf das Inntal (zum Beispiel auf die Gemeinde Jenbach und den Verlauf des Inns und der Inntal Autobahn) zu genießen, lohnt sich aber auf jeden Fall!
Nach einem im Wechselspiel von Sonne und Schatten gelegenen Anstieg über Serpentinen erreichten wir das erste Zwischenziel: die Astenau Alm mit einer kleinen Kapelle anbei. Auf der Sonnenterrasse herrschte bereits reger Betrieb: unzählige Wanderer genossen nach den Anstrengungen des Aufstiegs eine wohlverdiente kalte Erfrischung oder entspannten in der milden Frühlingssonne. Für unser Wander-Duo blieb allerdings nur kurz Zeit für eine kleine Trink- und Verschnaufpause, wir hatten erst knapp die Hälfte unseres Vorhabens geschafft.
Hinter der Alm zeigte uns eine Beschilderung den weiteren Weg an: steiler als bisher, durch einen mächtigen Latschengürtel marschierten und kraxelten wir und gewannen immer mehr an Höhe. Aufgrund der nun teilweise sehr steinigen und anspruchsvolleren Route entschieden wir uns an der Wegkreuzung Hubersteig für die Variante des „leichten Aufstiegs“ zum Gipfelkreuz. Eine sehr gute Wahl – vorbei an einigen Latschenfeldern und an einer Art Aussichtspunkt, dem Kirchenspitz, wurden wir mit einer ersten, wunderbaren Aussicht auf den Achensee belohnt. Jetzt war die Motivation bis ins Unendliche gesteigert: Mit diesen tollen Bildern und den Gipfel vor Augen waren die bisherigen Mühen vergessen! Die letzten Kräfte gebündelt, war nach einem letzten kurzen Anstieg unser Ziel erreicht. Wir standen am Gipfelkreuz des Ebnerjochs und fühlten uns wie die Könige der Welt – denn die Aussicht offenbarte uns nicht nur einen Ausblick auf den See und das Achental, auch das Inntal und das Rofangebirge können von oben bestaunt werden. Wie gut, dass wir an eine kleine Jause gedacht hatten – auf dem Berg schmeckt eben alles gleich noch besser!

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Für den Abstieg kann zwischen verschiedenen Routen ausgewählt werden: Eine Variante führt von der Wegkreuzung Hubersteig ausgehend, über ein steiles Kar mit Lawinenverbauungen querend, dann immer abwärts durch ein längeres Waldstück zur Buchauer Alm und einer Forststraße folgend ins Tal.
In Vorfreude auf eine kühle Erfrischung, entschieden wir uns aber für dieselbe Route die wir für den Aufstieg gewählt hatten und legten einen Einkehrschwung in der Astenau Alm ein, wo wir unsere beanspruchten Beine ausruhten.
Die Wandersaison 2015 ist somit offiziell eröffnet

Ein paar Fakten zur Tour:
Startpunkt: Parkplatz an in Eben am Achensee, neben der Bundesstraße
Gehzeit: Aufstieg ca. 2-2 ½ Std.
Schwierigkeit: mittel
Charakter: Bis zur Astenau-Alpe handelt es sich um eine leichte Bergwanderung. Der Weg zum Gipfel des Ebnerjochs verlangt an Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, ist ansonsten aber nicht weiter schwierig.

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